
Ober- und Unterlidstraffung
Die Frische und Jugendlichkeit der Augenpartie bestimmt als zentraler Blickpunkt des Gesichtes wesentlich die Gesamtausstrahlung. Der Elastizitätsverlust der Haut manifestiert sich im Bereich der Augen in Form von „Schlupflidern“ oder „Tränensäcken“ unterschiedlichster Ausprägung, Der Gesichtsausdruck wirkt somit schnell müde und erschöpft.
Die operative Korrektur von Hautüberschüssen und Schwellneigungen durch eine Ober- und/oder Unterlidstraffung verbessert folglich nicht nur das lokale Problem, sondern führt insgesamt zu einem frischeren Gesichtsausdruck.
Operationsverfahren:
Oberlider:
Bei der Oberlidstraffung wird der Hautüberschuss halbmondförmig entfernt. Die Narbe liegt anschließend in der natürlichen Oberlidfalte und ist kaum sichtbar. Die für die morgendliche Schwellneigung verantwortlichen Fettkörper werden je nach Ausprägung verkleinert. Entscheidend ist, die individuelle Augenform zu berücksichtigen und zu erhalten.
Unterlider:
Der Hautschnitt bei der Unterlidstraffung beginnt am inneren Lidwinkel, liegt knapp unterhalb der Wimpern und endet seitlich im Lachfaltenbereich. Nach der Abpräparation der zu straffenden Haut werden die prominenten Fettkörper je nach anatomischer Gegebenheit verkleinert, ausgebreitet oder neu positioniert. Gelegentlich ist zusätzlich eine Straffung des Augenringmuskels notwendig. Abschließend wird der Hautüberschuss entfernt und die Haut intracutan verschlossen.
Bei jungen Patienten mit ausgeprägter Fettkörper bedingter Schwellneigung ohne Hautüberschuss erfolgt die Fettkörperentfernung von innen durch die Bindehaut – also ohne sichtbaren Hautschnitt ( = transkonjunktivale Blepharoplatik).
Nachbehandlung:
Nach einer Lidkorrektur ist eine körperliche Schonung ohne schwere hebende Tätigkeit oder Herabhängen des Kopfes für 7 bis 10 Tage empfehlenswert. In den ersten drei bis vier Tagen sollte mit erhöhtem Oberkörper geschlafen werden. Das Kühlen in den ersten Tagen verkürzt wesentlich die postoperative Schwellung. Die schmalen Pflaster werden am dritten Tag gewechselt, am siebten Tag entfernt und der in der Haut gelegene Faden gezogen. Nach der Fadenentfernung dürfen die Narben überschminkt werden. Eine konsequente Narbenmassage bestimmt wesentlich den Heilverlauf.
Narkoseform:
Die Ober- und Unterlidstraffung erfolgt in der Regel ambulant in örtlicher Betäubung unter Verabreichung eines Beruhigungsmedikamentes. Auf Wunsch des Patienten kann auch durch die Anästhesieabteilung eine Schlafnarkose oder Vollnarkose durchgeführt werden. Eine stationäre Behandlung ist normalerweise nicht notwendig.
Komplikationsmöglichkeiten:
Die Komplikationsmöglichkeiten sind vielfältig, bei entsprechender Erfahrung des Operateurs jedoch sehr gering. Zu nennen sind Blutergüsse, Entzündung, Wundheilungsstörung, vorübergehend offene Lidspalte, Abstehen des Unterlides, bei massiven Blutergüssen oder Entzündungen Sehstörungen, sowie überschießende Narbenbildung. Wichtig ist präoperativ für 14 Tage die Einnahme von acetylsalicylhaltigen Schmerzmitteln zu vermeiden. Ein eventuell erhöhter Blutdruck muss vor der Operation eingestellt werden.
