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Venus Brust

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Brustverkleinerung

Eine zu große Brust stellt für viele Patientinnen ein psychisches, aber oft auch ein körperliches Problem dar.

Typische Beschwerden sind z.B. Kopfschmerzen, Muskelverspannungen im Hals- und Nackenbereich, einschnürende BH-Träger, Hautrötungen unter der Brust, bei längerem Bestehen auch Wirbelsäulenverschleiß und Bandscheibenvorfälle. Bei entsprechend medizinischer Notwendigkeit werden die Kosten nach vorheriger Prüfung gegebenenfalls von den Krankenkassen übernommen. Voraussetzung ist eine Mammographie, die keinen krankhaften Befund zeigt.

 

Operationsverfahren:

Die meisten Brüste lassen sich mit einer ausschließlich senkrechten Schnittführung verkleinern. Der Schnitt liegt dabei kreisförmig um den Brustwarzenhof und senkrecht vom Brustwarzenhof bis in die Brustumschlagfalte. Der klassische Ankerschnitt (um die Brustwarze, von der Brustwarze senkrecht nach unten, sowie in der gesamten Brustumschlagfalte) wird von mir nur selten und bei sehr großen Brüsten benötigt. Der Brustwarzenhof wird meist verkleinert und nach oben gesetzt, das gewünschte Drüsengewebe zur Verkleinerung entnommen und die Brust neu geformt. Gelegentlich muss angleichend eine Absaugung von Fettpölsterchen am seitlichen Brustkorb zur schöneren Formung vorgenommen werden. Das entnommene Gewebe wird immer zur feingeweblichen Untersuchung eingesandt.

 

Nachbehandlung:

Die intraoperativ eingelegten Redondrainagen werden am dritten Tag gezogen. Die Fäden verbleiben zwei bzw. drei Wochen. Es muss für drei Monate ein strammer Sport-BH Tag und Nacht getragen werden. Schwer hebende Tätigkeiten und Sport, der besonders den Oberkörper einbezieht, muss für sechs bis acht Wochen unterlassen werden. Eine Sonnenbestrahlung darf in den ersten sechs Monaten nur mit einem entsprechenden hohen Lichtschutzfaktor erfolgen. Die Narben müssen postoperativ nach Anweisung massiert werden. Das Auflegen von Silikonpflaster zur schöneren Narbenbildung ist sinnvoll.

 

 

Narkoseform:

Die Operation dauert je nach Größe der Brust zwischen zwei und vier Stunden und erfolgt in Vollnarkose. Der stationäre Aufenthalt beträgt ein bis drei Tage.

 

 

Risiken:

Wie bei allen Operationen darf zwei Wochen vorher kein acetylsalicylhaltiges Schmerzmittel und Wobenzyme auf Grund der erhöhten Blutungsneigung eingenommen werden. Generelle Risiken sind Bluterguss, Entzündung, Wundheilungsstörungen, überschießende Narbenbildung, vorübergehendes Taubheitsgefühl an der Narbe, Thrombose und Embolie. Sensibilitäts- und Durchblutungsstörungen der Brustwarze sind sehr von der Größe der Brüste und der Erfahrung des Operateurs abhängig.



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