
Oberschenkelstraffung
Häufige Gewichtsverluste, ein alterungsbedingter Elastizitätsverlust der Haut oder ein anlagebedingtes schwaches Bindegewebe kann am Oberschenkel – meist an der Innenseite, jedoch auch an der Vorder- und Hinterseite - zu unschön hängenden Hautpartien führen.
Wenn richtige Ernährung, Sport, Bürstenmassage nicht zum gewünschten Erfolg geführt haben, ist eine Oberschenkelstraffung sinnvoll.
Operationsverfahren:
Der Hautschnitt orientiert sich an der Lokalisation des zu korrigierenden Befundes. Hängt insbesondere der vordere und innere Oberschenkel, liegt der Schnitt in der Leiste beginnend ( oberhalb des Unterrandes des Slips ), zieht über die Leistenbeuge und endet in der Gesäßfalte. Ist mehr der hintere und seitliche Teil der Oberschenkel betroffen, hat meist auch das Gesäß keine knackige Form mehr. In diesen Fällen wird die Schnittführung in die neue Gesäßfalte gelegt und zieht seitlich am Gesäß schräg nach oben Richtung Beckenkamm.
Das Operationsprinzip ist stets gleich. Die abgesackten Hautpartien werden unterhalb des Fettgewebes und oberhalb der Muskeln abgelöst, um sie nach oben ziehen zu können. Anschließend werden die Haut- und Fettüberschüsse, wie vorher angezeichnet und in der Operation vermessen, entfernt.
Bei einer Korrektur des Gesäßes wird dieses meist verkleinert und neu geformt. Nach dem „Abschneiden“ der Überschüsse ist eine Fixierung der zu straffenden Hautareale an tieferen Strukturen, z.B. am Leistenband in der Leiste, besonders wichtig, um einem späteren „Absacken“ der Narbe der Schwerkraft folgend, entgegenzuwirken.
Es werden pro Seite 1 – 2 Drainagen eingelegt, die 2 – 3 Tage verbleiben. Der Hautverschluss erfolgt intracutan, also in der Haut.
Nachbehandlung :
Der stationäre Aufenthalt beträgt ca. 3 Tage. Ein Blasenkatheter für 2 Tage ist sinnvoll, eine Pflasterfixierung der Oberschenkel für 2 bis 3 Wochen notwendig. Zusätzlich muss eine Miederhose für ca. 8 Wochen getragen werden.
Die Fadenentfernung erfolgt ( nach vorherigen, regelmäßigen Wundkontrollen ) nach 3 Wochen.
Ein Spreitzen der Beine muss in den ersten drei Wochen unbedingt vermieden werden. Sportliche Aktivitäten müssen für 6 bis 8 Wochen, je nach Sportart, zurückgestellt werden. Eine Narbenpflege und Massage ist wichtig. Direkte Sonneneinstrahlung sollte für 3 bis 6 Monate umgangen werden.
Narkoseform:
Die Operation, die ca. 3 bis 4 Stunden dauert, erfolgt in Vollnarkose. Ein 2 bis 3 tägiger stationärer Aufenthalt ist erforderlich. Die anschließende Behandlung erfolgt ambulant.
Risiken:
Mögliche Risiken sind:
Bluterguss, Entzündung, Wundheilungsstörung, Durchblutungsstörung der Haut, eine individuell überschießende, unschöne Narbenbildung, vorübergehende Gefühlsstörungen im Bereich der Narben, ein späteres Absacken der Narben im Laufe der Jahre nach unten, sowie Thrombose und Embolie.
